Merkblatt zur Gartengestaltung

Das Amt für Bauen und Stadtentwicklung der Stadt Olching hat kürzlich ein Merkblatt zur Gartengestaltung herausgegeben. In einem Vorwort verweist Andreas Magg, Erster Bürgermeister in Olching, auf die traurige Beobachtung, dass sich die Anzahl der Insekten und die der heimischen Vogelarten in unserem Wohnumfeld stetig reduziert. Andererseits nehmen sogenannte Neophyten in unserer Landschaft rasant zu. Dieser Entwicklung ein Stück weit entgegenzutreten, möchte Andreas Magg die Gartenbesitzer ermuntern, mit einer bedachten Gestaltung des Gartens einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zu leisten, die Biodiversität und somit die Lebensgrundlagen für heimische Tiere zu sichern.

Hierzu hat das Amt für Bauen und Stadtentwicklung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Natur und Landschaft der AGENDA 21 Olching ein Merkblatt erstellt, das im Rathaus ausliegt.

Neben dem Hinweis, dass die Gartengestaltung bestimmte Vorgaben berücksichtigen muss, wie Bebauungspläne im beplanten Innenbereich oder den Bereichen unbeplanter Innen- und Außenbereich, gelten zudem auch in bestimmten Gebieten spezielle Natur-und Landschaftsschutzbestimmungen. Hält sich der Gartenbesitzer an eine heimische und standortgerechte Bepflanzung, ist er schon mal auf der sicheren Seite. Mit dem Merkblatt bekommt der Gartenbesitzer Vorschläge genannt, die aus städtischer Sicht sinnvoll sind.

Hier ein kleiner Ausschnitt der Gestaltungstipps:

  • Pflasterflächen minimieren, Garagenzufahrten nur als Fahrstreifen ausbilden
  • Fassaden begrünen
  • auf Steinbeete und Gabionen verzichten, besser natürlichen Boden Belassen und Einfriedungen mit Hecken oder Holzstaketenzäunen

Heimische Sträucher und Kleinbäume wählen:
Felsenbirne, Kornelkirsche, Schlehe, Weißdorn, Haselnuss, Elsbeere, Mispel, Holunder, Apfelbeere ….

Kleinsträucher und Bodendecker:
Mahonie, Zierquitte, Zwergmispel, Wilderdbeere….

Stauden und Wildblumen:
Eibisch, fette Henne, Lavendel, Margerite, Glockenblume, Kornblume, Ringelblume, Malve, Johanneskraut, Herbstastern, Küchenkräuter…

Wichtig ist darauf zu achten: ungefüllten Blüten den Vorzug geben, da gefüllte Blüten keinen Nektar ausbilden.

Neben dem Nahrungsangebot für die heimischen Vögel sind auch die Brut- und Nistmöglichkeiten im Garten bereitzustellen und für das laufenden und kriechende Getier  „wilde Ecken“ zu belassen.

Ein paar Impressionen aus einem naturnahen Garten. Viel Freude!

Urte Langer

Schneckenhaus

Blindschleichenversteck

Igelausflug

zur Untermiete vorm Haus

Servus

Fassadenbegrünung

Wiese statt Rasen

zuerst dürfen die hier…

… dann kommt er

fürs Auge!

ungefüllt ist lebendiger

Schneckenkuscheln

Krötenkuscheln

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