Wie Mehrgenerationen-Wohnen gelingen und entstehen kann

Die AGENDA 21 und VHS Gröbenzell luden zur Dokumentarfilm-Vorführung „Wer wagt beginnt“ mit Publikumsgespräch ein. An dem Abend war auch Filmemacherin Uli Bez anwesend.

Wie will ich wohnen und leben?
Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn Sie älter werden – aber auch junge und alleinstehende Personen und Familien. Wie Mehrgenerationen-Wohnen gelingen und entstehen kann, zeigte am 12. Oktober 2017 eine gemeinsame Veranstaltung der AGENDA 21 Gröbenzell und der lokalen Volkshochschule (VHS) in Gröbenzell.

Im Zentrum der Veranstaltung stand der Dokumentarfilm „Wer wagt beginnt“ der Münchner Filmemacherin Uli Bez, die sich anschließend für ein Publikumsgespräch zur Verfügung stellte. Die Regisseurin hatte drei Jahre lang von Beginn an die Realisierung des Münchner Wohnprojekts Wagnis 4 der Wohnbaugenossenschaft Wagnis filmisch begleitet, das vor vier Jahren in München initiiert und erfolgreich mit 30 Bürgern umgesetzt worden war.

Erfolgsparameter von Wagnis 4
Für Tim Helm vom AK Soziales der AGENDA 21 Gröbenzell zeigt dieses Wohnprojekt sehr anschaulich, dass das gemeinsame Leben unter einem Dach, auch über Generations- und soziale Grenzen hinweg, eine echte Bereicherung für das tägliche Leben in einer Hausgemeinschaft sein kann. Das Besondere an dem Projekt: Jeder Bewohner hat seine eigene Wohnung und hat zudem die Möglichkeit, Gemeinschaftsräume wie zum Beispiel ein gemeinsames Musizierzimmer oder einen Sportraum zu nutzen.

Wichtig für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Vorhabens ist es, die Menschen bereits in die Planungsphase des Projekts einzubeziehen, Eigentümern und Mietern die gleichen Rechte in der Genossenschaft zu geben und sie auch Eigenleistungen erbringen zu lassen, zeigt Filmemacherin Bez in dem Dokumentarfilm auf. Auch gemeinsame Leitlinien, die die Bürgerinnen und Bürger selbst für das Zusammenwohnen entwickelt haben, sind wichtig, wie etwa: „Freiraum und Rückzugsraum“, „Alles kann, nichts muss“ und „Man redet miteinander, nicht übereinander.“ „Natürlich läuft das Ganze nicht immer ohne Konflikte ab“, betont Helm. „Wichtig ist nur, mit diesen konstruktiv umzugehen.“

Mehrgenerationen-Projekt Gröbenzell
Der Arbeitskreis Soziales der lokalen AGENDA 21 setzt sich für die Realisierung eines Mehrgenerationen-Wohnprojekts in der Gemeinde Gröbenzell ein. Mittlerweile engagieren sich 45 Bürger in dem AK Soziales für das Projekt; einige davon mit dem starken Interesse dort selbst zu wohnen.

Wann und wo das gemeinsame Mehrgenerationen-Haus in Gröbenzell entstehen soll, werde derzeit geklärt, führt Tim Helm von der lokalen AGENDA 21 aus. Man befinde sich dazu bereits seit zwei Jahren in sehr konstruktiven Gesprächen mit politischen Vertretern.

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