Ende Januar 2026 kamen rund 40 Gäste aus Politik, Verwaltung, Landwirtschaft und Projektpartner in der UNSER LAND-Zentrale in Esting zusammen. Darunter waren die Organisatorinnen der Veranstaltung, Michaela Bock und Judith Kellerer vom Landratsamt Fürstenfeldbruck, Landrat Thomas Karmasin, die Kreisräte Max Keil, Christian Holdt und Hubert Ficker, Daniela Schmid vom Referat für Klima- und Umweltschutz LH München, Sachgebiet nachhaltige Ernährung, Johanna Zierl, „Mehr Bio auf der Wiesn“, Familie Hatzl und weitere Landwirte und Verarbeitungsbetriebe aus dem Lkr. Fürstenfeldbruck sowie eine Jury, die über die gemeinsame Bewerbung von München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck als neue Öko-Modellregion entscheidet.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von UNSER LAND und dem Hatzlhof organisiert und inhaltlich maßgeblich mitgestaltet. Judith Schermann (Geschäftsführerin UNSER LAND GmbH) und Margit Pesch (Solidargemeinschaft BRUCKER LAND) präsentierten die langjährigen Erfahrungen und Perspektiven des Netzwerks für regionale Bio-Wertschöpfung. Ergänzt wurde das Programm durch ein regionales Bio-Mittagessen, eine Lagerführung und die Besichtigung der Kartoffelabpackung auf dem Hatzlhof.
Worum geht es bei der Öko-Modellregion?
Ziel der Öko-Modellregion ist es, den Anteil regionaler Bio-Lebensmittel – vor allem in der Außer-Haus-Verpflegung von Kitas, Schulen, Kliniken und Betrieben – deutlich zu steigern. Der Freistaat Bayern fördert dies strukturiert: Eine Managementstelle wird zu 75 % über fünf Jahre finanziert, zusätzlich stehen jährlich 50.000 Euro für Kleinprojekte (z. B. Kühltechnik, Logistik oder Öffentlichkeitsarbeit) zur Verfügung.
Die Erzeugergemeinschaft Brucker Land engagiert sich seit 1994 genau in diesen Bereichen: Stärkung regionaler Kreisläufe, Vernetzung von Erzeugern und Verbrauchern sowie mehr Transparenz.
Heute wirkt das Netzwerk in elf Regionen. Eine anerkannte Öko-Modellregion würde bestehende Strukturen festigen und neue Kooperationen – insbesondere mit der öffentlichen Verpflegung in München – ermöglichen.
Die Jury fällt ihre Entscheidung Ende Februar 2026. Für die Region wäre dies ein wichtiges Signal für gelingende Zusammenarbeit über Stadt-Land-Grenzen hinweg und ein starker Impuls für eine nachhaltige, regionale Lebensmittelversorgung.

